Meta-Elemente im SEO erklärt

Meta-Elemente im SEO erklärt

Das Wort Meta stammt aus dem Altgriechischen und bedeutet in folgendem Zusammenhang so viel wie „dazwischen“ und „bei“. Meta-Elemente auf Websites kann man sich so ähnlich vorstellen wie Etiketten auf Produkten. Damit erkennt der Kassencomputer zum Beispiel den Preis und der Käufer bekommt eine Zusammenfassung der wichtigsten Informationen.

Was sind Meta-Elemente?

Meta-Elemente sind Informationen über HTML-Dokumente, die nach einem festen Schema in deren Kopfbereich (head) hinterlegt werden. Diese Informationen werden nur in den Suchergebnissen der Suchmaschinen für menschliche Besucher sichtbar. Die üblicherweise genutzten Meta-Elemente sind:
 

  • Autor
  • Seitenbeschreibung
  • Stichwörter (Keywords)
  • weitere Informationen für Webcrawler und Browser

Metatexte in SEO

Warum sollte man Meta-Elemente zusammen mit den Webtexten schreiben?

Die oben genannten Meta-Elemente tauchen nicht im sichtbaren Bereich einer Website auf und werden von Suchmaschinen auch nicht immer für das Ranking einer Seite verwendet.

Meta Title und Meta Description fließen aber direkt in die Beschreibung der Suchergebnisse auf den SERPs (Search Engine Result Pages – Ergebnisseiten der Suchmaschinen) ein. Das bedeutet: Die Meta-Elemente sind das Erste, was Ihre Besucher von Ihrer Website zu sehen bekommen! Entsprechend sorgfältig und motivierend sollten sie geschrieben werden.

Im Gegensatz dazu haben die anderen Meta-Elemente eine eher untergeordnete Bedeutung. Wenn sie nicht automatisch vom verwendeten CMS (Content Management System) befüllt werden, sollte man von Fall zu Fall prüfen, ob es sich lohnt sie zu nutzen.

Meta-Title und Meta-Description optimieren

Schauen Sie sich die Suchergebnisse einer beliebigen Suche an. Wo bleibt Ihr Auge hängen? Was macht Lust, die Seite zu besuchen? Wo kommen Sie auf die Seite, auf die Sie wollen, und wo nur auf die Startseite?

Meta-Texte müssen so individuell sein wie Produktetiketten. Mal minimalistisch nur mit einer Telefonnummer, mal verspielt mit Sonderzeichen. Die technischen Möglichkeiten und die Wahrnehmungsgewohnheiten ändern sich im Lauf der Zeit, Meta-Texte sollten also regelmäßig überprüft werden. Gehen Sie dabei auf die Nutzergewohnheiten Ihrer Zielgruppe ein. Werden die Ergebnisse am Bildschirm angezeigt oder vorgelesen? Rufen Ihre Kunden am liebsten direkt an oder brauchen sie auf Ihrer Seite mehr Informationen?

Vorgaben für Meta-Texte

Kurze Texte können bewusst genutzt werden, um die Aufmerksamkeit der Kunden zu erregen, enthalten aber nur wenig Informationen. Zu lange Texte werden nicht vollständig angezeigt und durch „…“ abgekürzt. Auch das kann ein Mittel sein, um Neugier bei den Kunden zu erregen, wenn man es richtig nutzt.

In der Regel ist man gut beraten, wenn die Meta-Description zwischen 130 und 156 Zeichen bzw. 500 Pixel lang ist. Für mobile Geräte sollte man sich auf 120 Zeichen beschränken oder alle wichtigen Informationen wie zum Beispiel die Telefonnummer in die erste Hälfte schreiben.

Texte mit Sonderzeichen sollte man in einem Vorschau-Tool testen, da nicht alle Sonderzeichen von allen Suchmaschinen (korrekt) angezeigt werden. Besonders ganz am Anfang, am Ende und mehrmals hintereinander sind Sonderzeichen problematisch. Ich empfehle dafür das SERP-Preview-Tool von Torben Leuschner: https://www.torbenleuschner.de/files/serp-preview/

Übrigens: Vielleicht ist Ihnen aufgefallen, dass der Meta Titel in der Aufzählung der Meta-Elemente weiter oben fehlt. Offiziell gehört er nämlich gar nicht dazu. In der Praxis bildet er aber eine Einheit mit der Meta Description.

Keywords verwenden

Früher wurde allein die Keyword-Angabe in den Meta-Informationen genutzt, um zu bewerten, ob eine Seite aussagekräftig ist oder nicht. Das hatte zur Folge, dass alle möglichen beliebten Keywords eingefügt wurden, um das Ranking einer Seite zu verbessern. Deshalb ist es inzwischen wichtiger, die Keywords im Webtext selbst zu optimieren. Vor allem bei den Überschriften und mit Methoden wie WDF*IDF.

Die wichtigsten Schlüsselbegriffe in die Meta-Informationen zu schreiben, verursacht aber wenig Aufwand und gehört nach wie vor zum Standardprogramm der Suchmaschinenoptimierung.

Meta-Informationen finden

Jede Ihrer Seiten sollte mit den notwendigen Meta-Informationen ausgestattet sein. Auch die ‚langweiligen‘ Seiten wie Impressum, Datenschutz und AGB. Wahrscheinlich haben Sie selbst schon oft erlebt, dass ausgerechnet diese Seiten als erste Suchergebnisse angezeigt werden.

Wenn Sie wissen wollen, ob Ihre Seite diese Meta-Inhalte hat, rufen Sie am besten den Quellcode auf. Viele Browser verwenden dafür die Tastenkombination Strg + U. Die Meta-Informationen stehen oben vor den eigentlichen Inhalten der Seite, wenn sie vorhanden sind.

Bei SEO auf dem Laufenden bleiben

Google und die anderen Suchmaschinen arbeiten kontinuierlich an ihrem Algorithmus und der Darstellung ihrer Suchergebnisse. Deshalb kann sich ohne Vorwarnung etwas an der Darstellungsweise der Meta-Texte ändern. Wenn der Algorithmus zu dem Ergebnis kommt, dass ein Text von der Website selbst besser geeignet ist, können die Meta-Texte auch ganz ignoriert werden.

Autor, Webcrawler-Anweisungen und weitere Elemente

Weitere Angaben wie zum Beispiel über den Autor der Webseite, Geo-Tag und Weiterleitungen holen in Sachen SEO aus Ihrer Website heraus, was möglich ist. Eine Beratung durch einen Profi lohnt sich, um einen Überblick darüber zu bekommen, was möglich und was sinnvoll ist.

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