Anschreiben an Kunden per E-Mail

Anschreiben an Kunden per E-Mail

Als Inhaber eines Shops oder eines Serviceportals verschicken Sie sicher standardisierte Anschreiben. Das Potenzial dieser E-Mails wird oft unterschätzt. Im Guten wie im Schlechten.

Sie verschicken standardisierte E-Mails und fragen sich, ob die Texte für diese Anschreiben wirklich optimal sind? Mein Tipp: Holen Sie das Beste aus jedem Kundenkontakt heraus und prüfen Sie Ihre Anschreiben kritisch.

Vorrang hat die Problemlösung

Fragen Sie sich bei jeder E-Mail: „Was ist das aktuelle Bedürfnis meines Kunden?“ Diesem Bedürfnis zu entsprechen ist die vorrangige Aufgabe des Anschreibens. Schicken Sie eine Versandmitteilung, dann sollten Sie nicht schon um eine Produktbewertung bitten. Zum einen ist es zu früh, zum anderen vergisst der Kunde Ihre Bitte höchstwahrscheinlich noch bevor er das Produkt ausgepackt hat. Oder wenn ein Kunde reklamiert hat, dann möchte er wahrscheinlich keinen Hinweis auf Ihren Newsletter. Diesen Tipp können Sie ihm schicken, wenn das Problem gelöst ist.

Kurz ist gut

Halten Sie Ihre E-Mails so kurz es geht. Schreiben Sie kurze Sätze mit höchstens einem Nebensatz. Schreiben Sie klar, zugewandt und eindeutig. Wiederholen Sie keine Informationen nur in anderen Worten. Prüfen Sie jeden Satz auf überflüssige Bestandteile. „Wann immer du einen Satz kürzen kannst, tu es“, sagte ein französischer Dichter. Wenn Sie sich daran erst einmal gewöhnt haben, wird es Ihnen immer leichter fallen, Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden. Und schreiben Sie in Zeiten des Internets nicht so wie zu Zeiten der berittenen Post.

Anschreiben an Kunden sind immer Werbung

Ob gute Werbung oder schlechte Werbung – das liegt an Ihnen. Wenn zu viele Schreibfehler im Text sind, kostet Sie das Vertrauen. Wenn Ihr Anschreiben das Problem nicht löst, kostet es Sie Kunden.

Einfach ist gut

„Schreibe nur, wie du reden würdest, und so wirst du einen guten Brief schreiben", riet Goethe seiner Schwester, einer Briefautorin. So sollten Sie es auch halten. Wählen Sie einfache Wörter, benutzen Sie wenig Fremdwörter, Abkürzungen oder Fachbegriffe. Schreiben Sie so, dass fast jeder Sie versteht. Nutzen Sie möglichst wenige Verneinungen. Das Unterbewusstsein versteht kein „Nein“. Darum sind Sätze mit Verneinungen oft so schwer verständlich. Verneinungen sind Wörter wie nein, nicht, kein oder niemand. Aber auch vergessen ist eine Verneinung. Darum sage ich Ihnen zum Schluss: „Denken Sie an diese Tipps!“

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