Louboutin-Schuh oder Kabelschuh – Was ist geiler Content?

Paket geiler Content

„Wir alle müssen in Zukunft geilen Content entwickeln“, fordert Mirko Lange und will wissen, wie das geht. Beziehungsweise will er wissen, ob außer ihm auch andere wissen, wie das geht. Darum startet er eine Blogparade mit der Überschrift „Geiler Content – aber wie geht das?“. Ob geil oder nicht – dies ist mein Beitrag.

Erfunden hat den geilen Content wohl Karl Kratz. Gute Inhalte sind ihm nämlich nicht gut genug. Er meint „… wir brauchen geiles Zeug, das direkt ins Hirn knallt!“ Lies hier seinen ganzen Beitrag. NACH diesem Artikel!

Und damit du es nicht bereust: 7 Tipps für geilen … hmmm … ziemlich geilen ... – Na gut! – … lesbaren Content:

Geiler Content stiftet Nutzen. Löst Probleme. Bietet Lifestyle. Macht Spaß: Irgendjemand sollte etwas von dem haben, was du schreibst. Beim Blog, den du aus purer Leidenschaft betreibst, kann das nur ein einziger Mensch sein und es macht dich glücklich. Geht’s ums Geldverdienen, sollten die Inhalte ein paar mehr Menschen interessieren. Schreibst du für einen Klamottenshop, wäre ein Modelexikon ein Ansatz. Oder du entwickelst irgendeine andere abgefahrene Idee für richtig geilen Content.

Für geilen Content versetze dich in die Lage des Lesers und serviere ihm die Texte mundgerecht: Was weiß der Leser schon? Was will er noch wissen? Welches Problem will er gelöst haben? Welche Fachwörter kennt er und welche nicht? Welche Wörter nutzt er anstelle der korrekten Fachbegriffe?

Schreibe deinen geilen Content nach dem Pyramiden-Prinzip:  Liefere das Thema, die wichtigsten Informationen und den größten Nutzen zuerst. Gehe dann nach und nach immer weiter ins Detail. So sieht jeder Leser sofort, worum es in deinem Text geht, und kann entscheiden, ob er geht oder bleibt. Außerdem kann so der Leser entsprechend seinem Wissensstand an der passenden Stelle in den Text einsteigen.

Geiler Content = KISS: Keep It Short and Simple: Nutze einfache Wörter, wenig Fremdwörter, wenig Fachbegriffe und schreibe kurze Sätze. Erkläre auch komplizierte Inhalte leicht verständlich. Halte dich im Wesentlichen an das Prinzip „Ein Satz – eine Aussage“. Verfasse klare, kurze Sätze mit höchstens einem Nebensatz. Verwende eher ein Wort mehrfach, als mit Synonymen und komplizierten Bezügen zu verwirren. Lies ein Buch von Wolf Schneider. Zum Beispiel „Deutsch für Profis: Wege zu gutem Stil“.

Für geilen Content achte auf Formales. Das mag auch Google: Lege aktiv für jede Seite einen Meta-Title und eine Meta-Description an. Versieh Links mit Link-Titles. Stimme die Keywords der einzelnen Seiten aufeinander ab, damit sie sich ergänzen und nicht kannibalisieren.

Zeige Respekt vor deinen Lesern und vor deinem Werkzeug, der deutschen Sprache: Schreibe weitestgehend fehlerfrei oder lasse deine Texte lektorieren.

Für geilen Content frag einen SEO: Stimme deine Content-Strategie mit einem SEO-Experten ab. Halte dich über aktuelle formale Anforderungen an geilen Content auf dem Laufenden. Folge Blogs von Onlinemarketing-Experten.

Nach diesen Prinzipien arbeite ich für meine Kunden, seit es WORTKIND gibt. Also seit über 7 Jahren. Simple SEO-Texte hat es bei mir nie gegeben. Dazu habe ich seit jeher zu viel Respekt vor der menschlichen Intelligenz – der Leser und der Texter. Meine Kunden, also Inhaber von Webseiten, Shop-Besitzer oder Webagenturen, bestätigen mir diesen Weg. Viele staunen, wie schnell sie mit guten Texten bei Google gute Erfolge erzielen. Und ich staune darüber, dass sie staunen. Denn wer Google verstanden hat und hochwertige Inhalte bringt, der braucht sich vor Pandas oder Kolibris nicht zu fürchten. Im Gegenteil.

Für meinen Blog oder für das Texter-Lexikon schreibe ich dagegen einfach nach Lust und Laune. Und wenn ich meine, etwas zu sagen zu haben. Dabei setze ich mich oft auch bewusst über die Regeln hinweg, die ich anderen empfehle einzuhalten. Aus Gründen. Ich tracke nichts, weiß nichts über Besucherzahlen oder Verweilzeiten und habe keinen Redaktionsplan für meinen Blog. Für mich sind das Lustkiller. Jedem anderen rate ich, planvoller vorzugehen. Aus Gründen.   

Wie komme ich jetzt zurück zur Ausgangsfrage? Okay, einfach so: Louboutin-Schuh oder Kabelschuh – was ist der geilere Content? Die Antwort lautet: Beides! Wer mit Kabelschuhen arbeitet, will etwas wissen über die Spezifikationen, Produktqualitäten, Nutzenvorteile, Lieferzeiten und Preise. Das ist nicht so richtig richtig geiler Content. Aber er ist nützlich. Und wenn er gut geschrieben ist, macht das Lesen sogar ein bisschen Spaß.

Wer in Louboutin-Schuhen arbeitet …, ihr wisst schon … Solche Texte, das ist RICHTIG RICHTIG GEILER CONTENT. Voller Emotionen, mit Sex am Sandstrand und allem Drum und Dran, was Karl Kratz sich wünscht. Echt jetzt, Karl … S-A-N-D-strand?!?

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